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Wandel nach 1945



Wandel nach 1945:

Ein Oral History Projekt der Klasse 10a des Albertus-Magnus-Gymnasiums



„Geschichte (neu) entdecken“.


Mit diesem Leitbild im Hinterkopf begaben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a des Albertus-Magnus-Gymnasiums auf die Suche nach geschichtlichen Ereignissen und Entwicklungen, die den kulturellen und sozio-ökonomischen Wandel Regensburgs seit Ende des Zweiten Weltkriegs exemplarisch nachvollziehen lassen. Für die Erforschung und Rekonstruktion dieses Abschnittes der Stadtgeschichte wurde die historische Methode der Zeitzeugenbefragung gewählt. Im Sinne eines projekt- und handlungsorientierten Unterrichts ist diese – nicht immer unumstrittene - Methode der Geschichtswissenschaft für das forschende historische Lernen geradezu prädestiniert. Im Mittelpunkt standen daher Themen der Alltags-, Gesellschafts- und Erfahrungsgeschichte.


Wandel nach 1945

Das Themenspektrum ist breit gestreut: vom Vorhaben des Baus einer Stadtautobahn durch die Regensburger Altstadt in den 50er und 60er Jahren und dem Ende der Regensburger Straßenbahn bis hin zur Entwicklung der Wurstkuchl und einer Analyse muslimischen Lebens in Regensburg seit den 60er Jahren. Als besonderer Höhepunkt erwies sich allerdings die Erforschung eines ganz bedeutenden Kapitels der Schulgeschichte des Albertus-Magnus-Gymnasiums: der „Fall Schanderl“. Dieser bot den Schülerinnen und Schülern einen besonders hohen Grad der Motivation und Identifikation, da es sich ja um einen Teil der Geschichte „ihrer“ Schule handelt, der noch dazu bundesweit für Aufregung sorgte.


>> Video-Interviews mit Christine Roth, geb. Schanderl, und ihrer Rechtsanwältin Hannelore Klar


In Zusammenarbeit mit einer Gruppe Geschichtsstudenten, die an einem fachdidaktischen Seminar zur Oral History an der Universität Regensburg teilnahmen, begannen die Schülerinnen und Schüler in ihren jeweiligen Gruppen mit der Planung und Durchführung dieses aufwändigen und komplexen Projekts. Höhepunkte waren dabei jeweils die mit professioneller Hilfe gefilmten Zeitzeugeninterviews.


Im Zuge dieses Projektes betätigen sich die Schülerinnen und Schüler als „kleine Historiker“, indem sie den Prozess historischer Erkenntnisverfahren (Heuristik – Kritik – Interpretation – Darstellung) durchlaufen und die Strategien der historischen Forschung (Hermeneutik und Analytik) anwenden.


(Fredrik Sjöström)



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